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Die 6. Kaltenberger Gauklernacht

Am Donnerstag, den 16. Juli im Jahre des Herrn 2009 werden sich zum sechsten Mal die Tore zur Kaltenberger Gauklernacht öffnen. Seit die Kaltenberger Gauklernacht im Jahre 2004 aus Anlass des 25. Turnierjahres in Kaltenberg aus der Taufe gehoben wurde, hat sie sich als eigenständige Kaltenberger Veranstaltung etabliert und erfreut sich seither größter Beliebtheit.

Die Gauklernacht ist vom Kaltenberger Publikum sofort angenommen worden, d.h., sie war in den ersten vier Jahren immer ausverkauft. Und damit ist für die „kleine Jubiläumsnacht“ schon einmal ein wichtiger Hinweis gegeben: Frühe Kartenbestellungen sind angebracht!


Die 6. Kaltenberger Gauklernacht am Donnerstag 16. Juli
- kein Ritterturnier! –

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"Wieder hat Kaltenberg zusätzliche Gaukler, Artisten und Spielleute von nah und fern eingeladen, die nur an diesem einen Abend ihr Können unter Beweis  stellen...“

„Die Gauklernacht gleicht einem Wettstreit in den schönen Künsten “

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Das Veranstaltungsgelände öffnet seine Tore um 18:00 Uhr.
Der Mittelaltermarkt ist eröffnet.

Das Künstlerprogramm beginnt gegen 18:30 Uhr auf acht Bühnen

Gegen 20:00 Uhr beginnt der Große Festumzug; er dauert ca. 30 Minuten...

Und dann feiern wir die 6. Kaltenberger Gauklernacht bis gegen 02:00 am Morgen (offiziell... ;-) )

 

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Die Kaltenberger Gauklernacht ist ein ganz anderes Fest als das Kaltenberger Ritterturnier. Sie ist das sinnliche (im Sinne von alle Sinne betörende) Mittelalterfest in Kaltenberg. Die Gauklernacht soll dabei ein Fest für alle Mitwirkenden und Besucher sein, wie es am Vorabend eines großen Turnieres im Mittelalter stattgefunden haben könnte.

Natürlich ist der Mittelaltermarkt geöffnet in dieser Nacht. Aber das Fest verzaubert mit noch mehr und teilweise anderen Künstlern als beim Ritterturnier.

Die Kaltenberger Künstler, die man von den Turniertagen kennt, werden nicht wiederzuerkennen sein, denn jedweder Harnisch, Helm und Schwert nebst sonstigen furchteinflößenden Waffen wird an diesem Tage abgelegt und alle erscheinen in ihren prächtigsten Festgewändern. Es gilt: "Vergessen sind an diesem einen Abend die Mühen des Kampfes und des Lanzenstechens, lasst uns Feiern und die hohe Minne genießen..."

Auf insgesamt acht Bühnen und in der Arena  finden somit über ca. 8 Stunden parallel Musik-, Tanz-, Gaukelei und Theaterdarstellungen statt – insgesamt rund 70 Stunden Programm mit insgesamt knapp 1.000 Künstlern und Mitwirkenden!

In der Gauklernacht haben die Herren Ritter ihre Waffen abgeschnallt, man kümmert sich ganz um die Ritterfräulein und Damen, was auch im Mittelalter eine durchaus tugendhafte Beschäftigung sein konnte...man spaziert schön gewandet durch die Strassen und Plätze unterhalb von Schloss Kaltenberg und lässt sich von seinesgleichen und dem Publikum bewundern.
Man flaniert von Bühne zu Bühne. Man genießt das wechselnde Künstlerprogramm auf den 8 Bühnen. Man lässt sich überraschen von improvisierten Darstellungen in den Strassen und Plätzen – doch, die sind wirklich häufig improvisiert von den Künstlern, die probieren gemeinsam aus Spaß an der Sache schon einmal Auftritte die es so nie wieder geben wird.

Die Kaltenberger Gauklernacht ist das Fest der Künstler und der Zuschauer; so nah wie in dieser Nacht kommt man sich erst ein Jahr später wieder. Aber Obacht, mancher Künstler oder manche Künstlerin mag  dem Publikum einen frechen Streich spielen, Gaukler hatten nicht umsonst einen zweifelhaften Ruf! Schabernack ist angesagt... Zum Schluss lachen dann alle gemeinsam über einen gelungenen Streich! Humor und Spaß sind Trumpf in der Gauklernacht.

Aber eben auch Künstler/Innen, die zum Besten gehören, was die Szene hergibt. Für die Künstler gilt: Wer in Kaltenberg auftreten darf, die/der hat es geschafft in der Mittelalterszene. Hier in Kaltenberg gilt generell und insbesondere in der Gauklernacht: Klasse geht vor Masse. Zwar treten knapp 1.000 Künstlerinnen und Künstler auf (und das ist mehr als bei jeden (?) anderen Mittelalterfest – das Besondere ist aber die Qualität der Künstlergruppen, die sich dem Publikum hier zeigen. Jeder Auftritt ist sehenswert. Aber Geschmäcker sind verschieden – die/der eine mag es laut und deftig, andere mögen es leise und besinnlich. Für alle Geschmäcker ist etwas (nein, besser: Sehr viel) dabei. Ein paar wenige Künstler seien hier beispielhaft genannt; die sollten Sie keinesfalls verpassen

 

Stellen Sie sich vor, Sie sind gerade angekommen in Kaltenberg, haben die Ticketkontrolle passiert und schauen sich erst einmal um.

Um Sie herum brodelt das mittelalterliche Leben. Öffnen Sie Ihre Sinne! Sie sind im Mittelalter angekommen. Es riecht verlockend aber ungewöhnlich. Seltsame Töne lassen eine ganz und gar nicht vertraute Melodie erkennen. Das Auge folgt den ersten „Gewandeten“ (sagen Sie um Gottes Willen nicht „Verkleideten“!).  Wenn ein Ritter mit Courtage kommt, machen Sie schnell Platz – die sind nicht gewohnt, dass man ihnen im Wege steht...

Noch ist es hell, aber im Laufe der Nacht werden Sie bemerken: Es gibt kein elektrisches Licht im Mittelalter von Kaltenberg. Statt dessen Kienspäne und Feuer. So gut riecht es auch. Ungewöhnlich für moderne Menschen, aber irgendwie gemütlich, heimelig...

Rechterhand nehmen Sie die ersten Stände des Mittelaltermarktes wahr. Wenn Sie angesprochen werden, haben Sie eine gute Chance, dass es etwas seltsam klingt;  es ist dann „Mittelaltersprech“ von Kaltenberg. Kein echtes Mittelhochdeutsch, aber man gewöhnt sich schnell daran... Hier in Kaltenberg gilt: Alle Händler, Handwerker und Aussteller sind „handverlesen“. Sie bieten Ihnen mittelalterliche (!) Qualität! Reden Sie mit den Standbetreibern, seien Sie neugierig, fragen Sie – viele Handwerke sehen Sie nur noch hier in Kaltenberg. Und die Männer und Frauen freuen sich auf Ihre neugierigen Fragen, beantworten sie gerne...

Gleich links hinter dem großen Tor öffnet sich ein Durchgang zum Waldgelände mit der Waldbühne (auf der „geht richtig viel ab“...). In dieser Nacht ganz besonders. Da treten hier u.a. Gaukler, Artisten und Musikanten auf. Die Waldbühne ist sicherlich die intimste Bühne in Kaltenberg. Einmal muss man sich in dieser Nacht in das Rund dieser kleinen Arena setzen, um die ganz besondere Atmosphäre, ja, die Energie zu genießen

Man kommt hier aber auch zur historisch korrekten Köhlerhütte und zur alten Hammermühle. Beide sehenswert. Wenn Sie aber vom Tor aus geradeaus in Richtung Schloss gehen, haben Sie linkerhand ein Gebäude. Gleich als erstes buhlt eine Taverne um Ihre Aufmerksamkeit (und um Ihr Geld...) Im Hinterzimmer ist eine alte Badestube eingerichtet. Hier können Sie in den Zuber steigen und sich die Tagessorgen vom Buckel schrubben lassen...

Weiter oben zweigt rechts der Weg in Richtung der Großen Arena ab. Sie passieren nach ein paar Metern die Marktbühne. Das ist die Bühne für die Kaltenberger Moriskentänzer, für Equites und andere mehr. Natürlich trifft man hier den starken Mann von Kaltenberg: Anton – was für ein Mannsbild! – oder die bezaubernde Hexe Roxana oder... Nach einigen mittelalterlichen Showelementen gehen Sie talwärts weiter in Richtung Rabenbühne.

Das ist die Bühne der Raben – eben Corvus Corax! Unübersehbar – und vor allen unüberhörbar! Mindestens EIN Konzert von Corvus Corax ist ein MUSS in dieser Nacht. Vielleicht etwas später, wenn es dunkel ist... Viele kommen auch zwei- oder dreimal her in dieser Nacht.

Aber hier gibt es unglaublich viel zu sehen – da ist das Märchenschloss mit dem wunderschönen Thronsaal, der auch bespielt wird. Eher mit leisen Künsten – Musik, Gaukeleinen und Tanz! Im Restaurant Ritterburg nebenan kann man wirklich gut essen. Aber auch in der Ritterschwemme und im Schlossrestaurant gibt es  Leckeres zu familiären Preisen!

Nach einer Stärkung lustwandeln Sie weiter. Sie haben einen Blick auf die Bühne in der Arena geworfen und sich Ihren Lieblingsplatz ausgesucht. Er ist besetzt? Kein Problem – in der nächsten oder übernächsten Vorstellung dieser Nacht wird er frei sein. Also besorgen Sie sich das Programmblatt für die Kaltenberger Gauklernacht oder informieren sich auf den Aushängen im Gelände.

An der Schlossgrabenbrücke links ist die Feenbühne. Hier treten vor allen der Kiepenkasper (doch, doch - der ist auch und gerade für die Erwachsenen sehenswert!) und Dr. Bombastus behandelt Bruder Rectus (ja, deutlich deutlicher). Sie bringen das Volk zum Lachen. Weiter hinten im Gelände (vor der Schlossgrabenbrücke halten Sie sich links) liegt dann die Hans-Sachs-Bühne. Hier brillieren v.a. die Frauen und Männer von Kundschelamant um den bekannten Fernsehschauspieler Hermann Giefer mit Hans-Sachs-Stücken (sehr sehenswert!) oder Sie lauschen der mitreissenden Musik von Des Teufels Lockvögel.

Im Schlosshof geht es ruhig zu. Hier wird den leisen Künsten gefrönt – Höfische Musik mit Braagas oder Spielmannsmusik mit Geyers und es wird getanzt (Danserey). Ein Platz zum Erholen, Verschnaufen und Luftholen nach all dem Trubel auf dem restlichen Gelände.

Das komplette Programm wird übrigens ca. 1-2 Tage vor der Veranstaltung auf dieser Seite zum Herunterladen angeboten – für alle diejenigen, die einen magischen Schriftkasten (im neueren Sprachgebrauch Computer) ihr eigen nennen...

Aber die Bühnen sind ja nicht das einzige, was man hier in Kaltenberg besucht. Da sind die Stände des Mittelaltermarktes. Der Königliche Hausherr persönlich, Luitpold Prinz von Bayern, wacht darüber, das hier kein „Plastik-Kitsch aus China“ (wörtliches Zitat) angeboten wird und „auch kein Esoterik-Zeugs...“ – statt dessen eben Qualität!

Aber auch in den Strassen und Plätzen passiert dauernd etwas.  Die Künstler haben Spaß an der Nähe zum Publikum, lassen sich etwas einfallen, improvisieren, probieren, spielen mit dem Publikum – je mehr das Publikum sich einlässt auf diese Spielereien, desto mehr lassen sich die Künstler einfallen. Vorsicht, wenn des Teufels Lockvögel in der Nähe sind. Sie spielen mit dem Publikum auf ihre Weise – und mit deren Wertsachen. Aber es sind ehrliche Diebe. Jedes Stück findet seinen Weg zurück zum Besitzer. Spaß wird großgeschrieben in dieser Nacht. Sowohl bei den Künstlern als auch beim Publikum.

Die Besucher der vielen kleinen Tavernen und Gaststätten werden überrascht durch viele kleine Auftritte großer Künstler. Und mancher Künstler fordert die Sitzenden einfach auf, zusammen zu rücken, setzt sich dazu und man kommt ins Reden, ins Plaudern mit einem der Stars von Kaltenberg. Und man merkt, wie nett die Damen und Herren Künstler sind... Nähe ist angesagt in dieser Nacht der Sinne.

Und alle Sinne sind gefordert. Lassen Sie sich ein auf die Kaltenberger Gauklernacht, öffnen Sie sich für die Romantik und die Sinnlichkeit dieser Nacht, die eigentlich gar nicht mehr enden sollte...

Und ganz ehrlich (so die Meinung des Scribenten) – je später in der Nacht (oder am Morgen) es wird, desto schöner wird es; leiser, besinnlicher, romantischer. In der Ferne glühen die Feuer aus, irgendwoher dringen Musikfetzen ans Ohr, das letzte Bier in Hand... Wenn das Mittelalter nur so schön gewesen wäre wie in dieser Kaltenberger Gauklernacht!